Herzlich Willkommen an der Oberschule Bevern

Terminkalender

Den Terminkalemder finden Sie nun im Schulkalender bei (Web)Untis. 

NEUE SCHULORDNUNG

Aktuelles

Was ist Natur? Eine Frage, die den Blick verändert

Naturfotograf Guido Meyer sprach mit dem 10. Jahrgang der Oberschule Bevern über Artenvielfalt, Kulturlandschaft und die Frage, wie junge Menschen der Natur in Zukunft mehr Raum geben können. Der Umweltvormittag fand wiederum auf Initiative der Biologielehrerin Michaela Sauthoff-Kaiser statt.

Eine große Gruppe Hirschkühe zieht durchs Bild. Ein Specht hämmert auf die Kamera ein, Wolfswelpen balgen miteinander, und ein Fuchs ist so sehr mit der Mäusejagd beschäftigt, dass er seine Umgebung kaum wahrzunehmen scheint. Mit solchen Aufnahmen nahm der Naturfotograf Guido Meyer die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs unmittelbar mit in seine Welt. Die Videos machten tierisches Verhalten anschaulich und weckten schnell Neugier. Was geschieht dort gerade? Was verrät die Szene über das Leben des Tieres und seinen Lebensraum?

Ein besenderter Wolf führte die Klasse anschließend auf eine weite Reise. Rund 320 Kilometer Luftlinie hatte er bis in den Raum Hannover zurückgelegt und wurde dort von einem Rudel akzeptiert. Ein anderes Bild setzte einen ernsten Kontrapunkt. Ein Wolf war durch einen Schuss verletzt worden. Die unterschiedlichen Eindrücke machten deutlich, dass Natur faszinieren und zugleich betroffen machen kann. Sie zeigten auch, wie sehr unser Verhältnis zu Tieren von unseren Vorstellungen und Interessen geprägt ist.

Dann stellte Meyer eine scheinbar einfache Frage. Was ist eigentlich Natur? Die ersten Antworten der Jugendlichen waren vielfältig. Im Laufe des Vortrags veränderte sich der Blick. Natur, so wurde deutlich, ist nicht nur ein einzelner Baum oder ein Tier. Sie ist ein lebendiges Gefüge aus Arten, Lebensräumen und Beziehungen. Natur bedeutet Evolution und Sukzession, Kreisläufe und Wechselwirkungen, Dynamik und Selbstorganisation. Pflanzen, Tiere, Böden, Wasser und Klima beeinflussen einander. Kein Teil steht für sich allein. Veränderungen an einer Stelle können Folgen an vielen anderen haben.

Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich mit interessierten Zwischenfragen. Auf eine Antwort folgte ein neuer Gedanke, auf diesen eine weitere Frage. So wurde der Vortrag zu einem gemeinsamen Denkprozess. Die Klasse betrachtete Natur zunehmend als ein Zusammenspiel, das sich ständig verändert und doch die Grundlage allen Lebens bildet.

Meyer lenkte den Blick darauf, wie menschliche Nutzung Landschaften prägt und Lebensräume sowie Beziehungen zwischen Arten verändert. Dabei ging es nicht darum, Kulturlandschaften grundsätzlich abzuwerten. Äcker, Weiden, Straßen, Siedlungen und Wirtschaftswälder gehören zu unserer Lebenswelt und erfüllen wichtige Funktionen. Doch Landschaft darf nicht ausschließlich danach beurteilt werden, wie sie für den Menschen nutzbar ist. Auch Räume, in denen natürliche Prozesse möglichst ungestört ablaufen können, brauchen ihren Platz.

Denn ohne Natur gibt es kein Leben. Natürliche Prozesse tragen zu sauberem Wasser und fruchtbaren Böden bei, ermöglichen Bestäubung und Pflanzenwachstum und beeinflussen Luft und Klima. Kulturlandschaft ist vom Menschen geprägte Natur. Naturlandschaft gibt natürlichen Entwicklungen möglichst viel Raum. Wir brauchen beides. Die entscheidende Frage ist deshalb, wie viel Raum der Natur bleibt, sich aus eigener Dynamik zu entwickeln.

Ein Schwerpunkt des Vortrags war die EU Biodiversitätsstrategie. Sie wurde 2020 beschlossen und soll die biologische Vielfalt bis 2030 auf einen Erholungskurs bringen. Der EU Aktions Tracker führt 104 Maßnahmen auf. Davon gelten derzeit 52 als abgeschlossen, 45 als laufend und sieben als verzögert. Meyer wies auf eine wichtige Unterscheidung hin. Eine abgeschlossene Maßnahme kann etwa eine Strategie, eine Planung oder ein beschlossenes Gesetz sein. Das bedeutet für sich genommen noch nicht, dass sich Lebensräume erholt haben oder Arten zurückkehren.

Damit rückte auch die Frage in den Mittelpunkt, was ein Schutzgebiet tatsächlich schützt. Eine Grenze auf der Karte garantiert nicht automatisch, dass sich Natur dort ungestört entfalten kann. In echten Prozessschutzräumen müssen nach Meyers Auffassung Jagd, Forstwirtschaft, Fischerei und Bergbau ausgeschlossen sein. Nur so können natürliche Entwicklungen wie Wachstum, Konkurrenz, das Verhältnis zwischen Beutegreifern und Beutetieren, Sterben und Neubeginn ohne gezielte menschliche Steuerung ablaufen.

Das würde in bestimmten Gebieten Einschränkungen für einzelne Nutzergruppen bedeuten. Meyer stellte diese jedoch in den Zusammenhang mit dem, was auf dem Spiel steht. Intakte Ökosysteme sichern Lebensgrundlagen, von denen die gesamte Gesellschaft abhängt. Prozessschutz ist deshalb eine Entscheidung von Bedeutung für alle. Dafür braucht es wirksamen Schutz und eine bessere Vernetzung der Naturräume.

Besonders wichtig ist Guido Meyer, junge Menschen zu erreichen. Sie sollen nicht nur erfahren, was durch Artensterben und Klimawandel verloren geht. Sie sollen auch erkennen, dass sie Fragen stellen, Entscheidungen hinterfragen und an Veränderungen mitwirken können. Wer versteht, wie eng die eigene Lebensgrundlage mit funktionierenden Ökosystemen verbunden ist, kann sich bewusster mit der Zukunft auseinandersetzen und Handlungsmöglichkeiten entdecken, im Alltag, in der Schule und in der Gesellschaft.

Am Ende blieb mehr als ein Vortrag über bedrohte Arten und notwendige Schutzräume. Die anfängliche Frage „Was ist Natur?“ hatte den Blick der Klasse erweitert. Von einzelnen Tieren und Pflanzen führte er zu einem komplexen Netz, von der Beobachtung hin zur Verantwortung. Und zu der Einsicht, dass die Zukunft der Natur auch davon abhängt, welche Entscheidungen die kommende Generation mitträgt und einfordert.

 

Auch andere Schulen sind eingeladen, Guido Meyer im Rahmen ihrer Umweltbildung zu sich einzuladen. Für die Kontaktaufnahme steht die Biologielehrerin Michaela Sauthoff-Kaiser gern zur Verfügung.

Naturdigital macht Schule - Guido Meyer zu Gast an der OBS Bevern

Wie lässt sich jungen Menschen vermitteln, warum biologische Vielfalt weit mehr ist als eine möglichst lange Liste seltener Tier- und Pflanzenarten? Und wie kann man verständlich machen, dass Natur die Grundlage unseres eigenen Lebens ist? Diesen Fragen widmete sich ein besonderer Umweltvormittag an der Oberschule Bevern. Zu Gast war der Naturfotograf und Buchautor Guido Meyer, der mit eindrucksvollen Bildern, persönlichen Erfahrungen und anschaulichen Beispielen ökologische Zusammenhänge für die Schülerinnen und Schüler greifbar machte.

Die Idee für den Schulbesuch entstand nicht zuletzt durch zahlreiche Rückmeldungen zu Meyers Buch „Kulturlandschaft – Die Logik hinter dem Artenverlust“. Immer wieder war der Wunsch geäußert worden, die darin beschriebenen Zusammenhänge müssten stärker Eingang in die schulische Bildung finden. Aus dieser Anregung wurde nun Wirklichkeit, denn Naturdigital machte Schule.

Dabei ging es Meyer nicht darum, den Jugendlichen lediglich Fakten zu präsentieren. Vielmehr wollte er sie dazu bringen, selbst Zusammenhänge zu erkennen, Fragen zu stellen und den eigenen Blick auf Natur und Landschaft zu hinterfragen.

Bereits die scheinbar einfache Frage, was Natur eigentlich ist, führte mitten in das Thema. Die Antworten der Schülerinnen und Schüler reichten weit über Wald, Wiese und Bäume hinaus. Genannt wurden auch Leben, Wasser und die Luft zum Atmen. Damit war ein entscheidender Ausgangspunkt gefunden. Natur ist keine Kulisse außerhalb unseres Alltags, sondern stellt jene Lebensgrundlagen bereit, von denen auch der Mensch vollständig abhängig ist.

Besonders anschaulich wurde dies bei der Beschäftigung mit den vielfältigen Vernetzungen innerhalb von Ökosystemen. Mithilfe eindrücklicher Visualisierungen wurde sichtbar, dass Arten, Lebensräume und ökologische Prozesse nicht isoliert nebeneinander existieren, sondern in komplexen Beziehungen miteinander verbunden sind. Biodiversität bedeutet deshalb weit mehr als Artenzahl, denn entscheidend ist auch das funktionierende Zusammenspiel innerhalb eines Ökosystems.

Von dort führte der Weg zur Frage, wie sich unsere intensiv genutzte Kulturlandschaft von naturnäheren Ökosystemen unterscheidet und welche Folgen menschliche Eingriffe haben können. Bestehende Formen der Landnutzung und des Umgangs mit Natur wurden dabei nicht pauschal bewertet, sondern kritisch und differenziert betrachtet. Ebenso wichtig waren mögliche Lösungen, hinsichtlich der Fragen, wie sich menschliche Nutzung und ökologische Funktionsfähigkeit besser miteinander verbinden lassen, wo Natur mehr Raum für eigene Entwicklungen braucht und welche Verantwortung eine Gesellschaft trägt, deren Konsum und Lebensweise zunehmend Einfluss auf Ökosysteme nehmen.

Dass Naturschutz nicht nur aus Diagrammen und wissenschaftlichen Erkenntnissen besteht, zeigten Meyers persönliche Erfahrungen als Naturfotograf. Besonders seine Schilderungen von Begegnungen mit Wölfen in freier Natur sorgten für großes Interesse und zahlreiche Fragen. Dabei wurde deutlich, wie sehr unmittelbare Naturerfahrungen dazu beitragen können, Bilder und Vorstellungen über Wildtiere zu hinterfragen.

Am Ende des Vormittags stand deshalb nicht allein zusätzliches Wissen, sondern vor allem die Erkenntnis, dass, wer Natur schützen will, erst einmal diese selbst und wie sie funktioniert verstehen muss. Erst wenn ökologische Zusammenhänge sichtbar werden, lässt sich auch erfassen, was durch den Verlust von Lebensräumen, Arten und natürlichen Prozessen auf dem Spiel steht.

Gerade deshalb sollte „Naturdigital macht Schule“ keine einmalige Veranstaltung bleiben. Umweltbildung kann jungen Menschen nicht vorschreiben, was sie denken sollen. Sie kann ihnen aber das Wissen vermitteln, Zusammenhänge selbst zu erkennen, bestehende Systeme kritisch zu hinterfragen und Lösungen zu beurteilen.

Denn Veränderung beginnt mit Erkenntnis. Und vielleicht beginnt etwas Entscheidendes genau dort, wo es langfristig am meisten bewirken kann, nämlich in den Köpfen der nächsten Generation.

„Das ist von heute an auch eure Schule!“ – Einschulungsfeier an der Oberschule Bevern

Am vergangenen Mittwoch war es für 67 Schülerinnen und Schüler aus Bevern und dem Landkreis soweit: Mit einer feierlichen Veranstaltung wurden sie als neuer 5. Jahrgang an der Oberschule Bevern willkommen geheißen.

Neben den Hauptpersonen hatten sich auch Lehrkräfte und Mitarbeitende der Schule sowie Eltern, Großeltern und weitere Verwandte in der Kapelle des benachbarten Schlosses eingefunden. Sie bot wie immer einen würdigen Rahmen für diesen besonderen Anlass. Die Schulband „Time Machine“ begrüßte zu Beginn die neuen Schülerinnen und Schüler mit einem Song und zeigte einmal mehr, dass die Schulgemeinschaft an der Oberschule Bevern wirklich gelebt wird.

In seinen Begrüßungsworten ging Schulleiter Nicolas Knaup zunächst auf die Gedanken und Gefühle ein, die einen solchen Tag begleiten. Sicherlich sei es eine Mischung aus Vorfreude auf die neue Schule und Unsicherheit darüber, was einen erwartet. Er machte dies an kleinen Dingen fest: vielleicht ein etwas längerer Blick in den Spiegel am Morgen, das Lieblingsshirt, das ein kleines bisschen Sicherheit gibt, oder die Hoffnung auf noch ein paar zusätzliche Ferientage. Neugier, Aufregung und Vorfreude gehörten ebenso dazu.

Da ein Schulwechsel und der Start in einen neuen Lebensabschnitt durchaus mit Unsicherheiten verbunden sein können, stand eine zentrale Botschaft im Mittelpunkt seiner Begrüßungsrede: „Ihr seid nicht allein! Niemand muss seinen Weg an der Oberschule Bevern allein gehen.“

Neben den Klassen- und Fachlehrkräften werden den neuen Schülerinnen und Schülern unter anderem auch die Schulsozialarbeiterin Frau Lohmann, die Förderlehrkräfte Herr Wagner und Frau Schaper sowie ältere Schülerinnen und Schüler als „Buddys“ zur Seite stehen. Sie helfen dabei, sich schnell in der neuen Schule zurechtzufinden und anzukommen. Auch sie waren bei der Einschulungsfeier anwesend, um die neuen Fünftklässler willkommen zu heißen.

Im Anschluss wurden die Klassenleitungsteams vorgestellt und die Klassen eingeteilt. Gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen erkundeten die neuen Schülerinnen und Schüler anschließend ihre Klassenräume und die Schule. Währenddessen hatten Eltern und weitere Begleitpersonen die Möglichkeit, sich über die Schule zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Oberschule Bevern freut sich auf die neuen Mitglieder ihrer Schulgemeinschaft und wünscht allen Schülerinnen und Schülern einen guten Start, spannende erste Tage und eine erfolgreiche gemeinsame Schulzeit.

Mit Mut in den Neuanfang – Abschlussjahrgang der Oberschule Bevern feierlich verabschiedet

Ein Kapitel endet, ein neues beginnt: In der Schlosskapelle verabschiedete die Oberschule Bevern ihren diesjährigen Abschlussjahrgang mit einer stimmungsvollen Feier. Musik, persönliche Worte und emotionale Momente machten deutlich, dass dieser Tag für die Absolventinnen und Absolventen ebenso besonders war wie für ihre Familien und Lehrkräfte.

Den musikalischen Auftakt gestaltete die Schulband „Time Machine“, bevor Schulleiter Nicolas Knaup die Gäste begrüßte. Für ihn sei dieser Abschlussjahrgang ein ganz besonderer, sagte er. Schließlich habe er vor sechs Jahren gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern seine Zeit an der Oberschule Bevern begonnen. Umso bewegender sei es nun, sie auf ihrem weiteren Lebensweg verabschieden zu dürfen.

Auch Samtgemeindebürgermeister Thomas Junker fand persönliche Worte. Viele der Jugendlichen kenne er bereits seit ihrer Kindergartenzeit und habe ihre Entwicklung über viele Jahre begleitet. Er gratulierte herzlich zu den erreichten Abschlüssen und erinnerte daran, dass Noten allein niemals einen Menschen ausmachten. Eigenschaften wie Verantwortungsbewusstsein, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Ausdauer und Humor seien mindestens genauso wichtig. „Habt Mut, Fehler zu machen, aus ihnen zu lernen und immer wieder neu anzufangen. Aber vor allem: Glaubt an euch selbst“, gab er den jungen Erwachsenen mit auf den Weg.

Im Namen der Eltern sprach Jennifer Hoffmann ihren Dank an die Lehrkräfte, die Schulleitung und alle Eltern aus, die den Jahrgang in den vergangenen Jahren begleitet hatten. Schule bedeute weit mehr als Unterricht – sie solle Orientierung geben, Vertrauen schaffen und junge Menschen stärken. Besonders hob sie hervor, dass Inklusion an der Oberschule Bevern nicht nur ein Leitgedanke sei, sondern im Schulalltag gelebt werde. Als Dankeschön überreichte sie den Klassenlehrkräften Andrea Ziemer und Michaela Sauthoff-Kaiser. Präsentkörbe. Ein weiteres Dankeschön ging an die leider nicht anwesende ehemalige Klassenlehrerin Hilke Mönnig.

Für einen der emotionalsten Momente der Feier sorgte anschließend Lehrerin Victoria Klassen. Mit ihrem selbst getexteten Lied „Neuanfang“, das von der Wehmut des Abschieds und der Vorfreude auf das Kommende erzählt, begleitete sie sich selbst am Klavier. Die gefühlvolle Darbietung bewegte viele Gäste sichtbar.

Mit Humor ließen anschließend Lea Steinhaus, Fiete Nerjes und Jayden Berwald im Namen der Schülerschaft die gemeinsame Schulzeit Revue passieren. Kaum zu glauben, wie schnell aus den „Neuen“ plötzlich die Abschlussklassen geworden seien. Zwischen Lernen, Lachen und – wie sie augenzwinkernd ergänzten – gelegentlichem Schlafen im Unterricht sei eine Gemeinschaft entstanden, die durch viele gemeinsame Erlebnisse zusammengewachsen sei.

Auch die Klassenlehrkräfte blickten auf die vergangenen Jahre zurück. Besonders die beiden zehnten Klassen hätten einen außergewöhnlichen Start erlebt. Die Corona-Pandemie mit Homeschooling und Kontaktbeschränkungen habe das Ankommen an der neuen Schule erheblich erschwert. Hinzu kamen Wechsel bei den Klassenleitungen sowie Veränderungen innerhalb der Klassen. Dennoch habe der Jahrgang immer wieder bewiesen, wie viel Zusammenhalt in ihm stecke.

Mit einem Augenzwinkern bestätigte Andrea Ziemer ihren Schülerinnen und Schülern: „Ihr habt bewiesen, dass ihr vieles könnt: diskutieren, improvisieren und erstaunlich kreativ erklären, warum etwas gerade nicht erledigt werden konnte.“  Gleichzeitig lobte sie den gelungenen Abschlussstreich, der mit einem abwechslungsreichen Programm für die gesamte Schulgemeinschaft hervorragend organisiert gewesen sei.

Viele schöne Erinnerungen seien außerdem bei gemeinsamen Ausflügen entstanden – vom Weihnachtsmarkt über Messebesuche bis hin zu den Klassenfahrten nach Hamburg und Brüssel. Für Heiterkeit sorgte noch einmal die Erinnerung an die Frage eines Schülers während der Belgienfahrt: „Kann man hier eigentlich mit Euro zahlen?“ Michaela Sauthoff-Kaiser bedankte sich herzlich dafür, dass sie von ihrer Klasse trotz ihres späten Einstiegs so offen aufgenommen worden sei. Andrea Ziemer verabschiedete ihre Schülerinnen und Schüler mit den Worten: „Geht euren Weg mit Selbstvertrauen – und sorgt dafür, dass man sich an euch genauso positiv erinnert, wie wir es tun.“

Anschließend folgte der Höhepunkt der Feier: Gemeinsam mit den Klassenlehrkräften überreichte Schulleiter Nicolas Knaup die Abschlusszeugnisse.

Für ihre herausragenden schulischen Leistungen wurden Alina Stapel und Hannes Schaper ausgezeichnet. Weitere Ehrungen erhielten Lion Päsler und Julien Hoffmann, die trotz besonderer persönlicher Herausforderungen, tolle Schulabschluss erreicht haben, sowie Frieda Spintge und Fiete Nerjes für ihr dauerhaftes Engagement für die Schulgemeinschaft. Als Anerkennung erhielten sie jeweils einen Kinogutschein.

Zum Abschluss dankte Nicolas Knaup allen Lehrkräften, der Schulsozialarbeiterin, Schulbegleitungen, Eltern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten. Mit den Worten „Seid nicht perfekt, sondern echt!“ verabschiedete er den Jahrgang und wünschte allen Mut für ihren weiteren Weg. Nach einem letzten Musikstück der Schulband klang die Feier bei einem Sektempfang auf dem Schulhof aus. Am Abend feierten die Absolventinnen und Absolventen ihren Schulabschluss schließlich gemeinsam im Create:hub in Holzminden.

Fotos:

Abschlussklassen

die Schulband Time Machine

die Geehrten: von links: Schulleiter Nicolas Knaup, Hannes Schaper, Julien Hoffmann, Frieda Spintge, Fiete Nerjes, Lion Päsler, Alina Stapel, Samtgemeindebürgermeister Thomas Junker

Dschungel statt Schmuddelecke: Schüler der OBS Bevern verschönern Schultoiletten

Verschmutzte Anlagen, Vandalismus, fehlende Spiegel und Schülergruppen, die sich auf Toiletten aufhalten – viele Schulen kämpfen zunehmend mit Problemen rund um ihre sanitären Einrichtungen. Besonders jüngere Schülerinnen und Schüler meiden die Toiletten inzwischen ganz.

Häufig reagieren Schulen zunächst mit strengeren Regeln, mehr Kontrollen und eingeschränktem Zugang. Diese Maßnahmen schaffen zwar kurzfristig Abhilfe, lösen jedoch selten die Ursachen. Ist erst einmal eine Abwärtsspirale aus Verschmutzung und Gegenmaßnahmen in Gang gesetzt, lässt sie sich nur schwer durchbrechen. Denn wo ein Ort als ungepflegt und beschädigt wahrgenommen wird, sinkt auch die Hemmschwelle für weiteres Fehlverhalten.

Einen anderen Ansatz wählte nun die Schülervertretung (SV) der Oberschule Bevern. Statt ausschließlich auf Einschränkungen zu setzen, entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, die Toiletten aktiv zu verschönern. Die Idee: Wer sich in einer ansprechenden Umgebung wohlfühlt, geht auch achtsamer mit ihr um.

Bereits Wochen vor der Umsetzung plante die SV das Projekt im Detail. Es wurden Gestaltungsideen gesammelt, ein Motto festgelegt und passende Farbkombinationen ausgewählt. Auch die benachbarte Grundschule, die die Toiletten derzeit mitnutzt, wurde einbezogen. Gemeinsam sammelten die Schülerinnen und Schüler beider Schulen Spenden – jeweils 50 Cent pro Person – um die benötigten Materialien zu finanzieren.

Am 8. April, dem ersten Schultag nach den Osterferien, wurde das Vorhaben schließlich umgesetzt. Im Rahmen eines Projekttages gestalteten die Klassensprecherinnen und Klassensprecher aller Klassen die Toiletten unter dem Motto „Dschungel“.

Heute hängen Efeu und bunte Pompons von den Decken, die Fliesen sind mit Fensterbildern von Palmen, Blättern sowie Tieren wie Affen und Giraffen dekoriert. Auch die zuvor fehlenden Spiegel wurden wieder angebracht. Die Resonanz aus der Schülerschaft ist durchweg positiv.

Die Schülervertretung hofft nun, dass die neu gestalteten Räumlichkeiten Wertschätzung erfahren und so ein bewussterer Umgang entsteht. Zudem wird darüber diskutiert, wie Schülerinnen und Schüler künftig stärker Verantwortung für den Erhalt der Anlagen übernehmen können.

Auch wenn solche Aktionen allein die bestehenden Probleme nicht vollständig lösen werden, ist es doch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, Mitsprache und Mitverantwortung nicht nur zu lehren sondern zu erleben.

Balladen an der Oberschule Bevern

Die Schülerinnen und Schüler aus dem E-Kurs des 7. Jahrganges haben in Gruppenarbeiten Balladen verfilmt. Von der Auswahl der Ballade und Planung des kleinen Projektes bis hin zum Schneiden des Filmes haben die Schülerinnen und Schüler eigenständig gearbeitet. Hier einige Beispiele:

„Teuflisch gut“ im Vorlesewettbewerb der Oberschule Bevern

Die vier Klassensieger und -siegerinnen (von links): Jolina Joy Krüger, Ayla Sofia Zenunaj, Paul Eichhorst und Matilda Olkiewicz.

Mit großer Spannung und Vorfreude erwarteten die Sechstklässler der Oberschule Bevern den diesjährigen Vorlesewettbewerb. Ein Wettbewerb, der seit 1959 jedes Jahr von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet wird und bereits seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Schuljahres an der Oberschule Bevern ist.

Der Musikraum der Oberschule war mit vielen im Deutschunterricht gestalteten Plakaten zum Thema “Buchvorstellung“ zu einem Leseraum umgestaltet worden. Die vier Vorlesenden, die sich bereits  als Klassensiegerinnen und -sieger qualifiziert hatten, Paul Eichhorst, Jolina Joy Krüger, Matilda Olkiewicz und Ayla Sofia Zenunaj präsentierten kurz ihr Lieblingsbuch und lasen anschließend mit viel Ausdruckskraft, sicherer Betonung und vor allem spürbarer Begeisterung der Jury eine kleine Passage vor. Ihre Bücher handelten von den Gefahren im Leben eines Schwertwals, dem Klassiker „Kleider machen Leute“, der Sehnsucht nach einem besseren Sommer bis zu dem kleinen bösen Buch 4 – „Teuflisch gut“. Im Anschluss folgte der anspruchsvolle Teil: Das Vorlesen eines unbekannten Fremdtextes, welcher von den Jurorinnen ausgewählt wurde, „Die grimmigen Wölfe und die Rotkäppchen-Rebellion“ von Luzie-Linn Beeke. Hier zeigte sich besonders, wer auch ohne Vorbereitung flüssig, verständlich und lebendig vortragen konnte.

Die Jury, bestehend aus Lehrkräften der Schule, hatte keine leichte Entscheidung zu treffen. Alle vier Vorlesenden überzeugten mit individuellen Stärken, sodass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen wurde. Am Ende durfte sich Matilda Olkiewicz über den Titel der Schulsiegerin freuen und wird die Oberschule Bevern in der nächsten Wettbewerbsrunde auf Kreisebene vertreten.

Finanzielle Unterstützung erhielt die Veranstaltung vom Förderverein der Schule, der großzügig den Erwerb verschiedener Neuerscheinungen ermöglichte sowie auch Büchergutscheine für die beiden Erstplatzierten. Alle vier Lese-Kinder konnten sich ein Buch auswählen. Die übrig gebliebenen Bücher wurden in den Bestand der kleinen aber feinen Schülerbücherei aufgenommen und können von allen Schülerinnen und Schülern der Schule ausgeliehen werden.

Der Vorlesewettbewerb bot nicht nur humorvolle und spannende Unterhaltung, sondern machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll gute Lesefähigkeit und Freude an Literatur für die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sind.

Text und Foto: A. Ziemer

Von Frischkäse bis Steuererklärung – Praktische Berufsweltorientierung an der Oberschule Bevern

An der Oberschule Bevern ist Berufsorientierung nicht nur im Leitbild und Schulprogramm festgeschrieben – sie ist fest im Schulalltag und in der Unterrichtspraxis verankert. Neben den im Unterricht behandelten Themen gibt es zahlreiche zusätzliche Aktionen, Projekte und Unterstützungsangebote, die die Jugendlichen auf dem Weg in ein selbstständiges Leben begleiten.

Der Projekttag „Praktische Berufsweltorientierung“, der erstmals im Jahr 2023 stattfand, ging in diesem Jahr in die zweite Runde. Auch diesmal hatten wieder zahlreiche Ausbildungsbetriebe aus dem Landkreis – und darüber hinaus – ihr Interesse bekundet und spannende, jeweils 25-minütige Workshops für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 vorbereitet. Ziel war es, potenziellen neuen Auszubildenden den eigenen Betrieb und die jeweilige Berufspraxis näherzubringen und sie aktiv mitarbeiten zu lassen.

Im Rahmen des ganztägigen Projekttages konnten die Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 20 unterschiedlichen Angeboten jene Berufe auswählen, die sie besonders interessierten. Das Spektrum war ebenso breit wie abwechslungsreich: Aus den Bereichen Kfz, Industrie, Handwerk, Pflege, Gastronomie, Land- und Forstwirtschaft, Bundeswehr, Polizei und Verwaltung gab es viel zu entdecken.

Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte, konnten auf dem Schulhof bei der Firma Celten Service das professionelle Reinigen von Gebäudefassaden über mehrere Etagen ebenso erprobt werden wie der Umgang mit einer Kettensäge bei den Niedersächsischen Landesforsten. Bei der Vorstellung landwirtschaftlicher Berufe wurde das Wissen der Schülerinnen und Schüler über verschiedene Getreidesorten auf die Probe gestellt. Unter dem Vordach des Technikraums stellte das Autohaus Beineke ein Auto bereit, an dem unter Anleitung aktueller Auszubildender eine Inspektion durchgeführt werden konnte.

Polizei und Bundeswehr informierten über ihre vielfältigen Karrierewege und berichteten anschaulich aus dem herausfordernden und abwechslungsreichen Berufsalltag.

Die lebensmittelverarbeitende Industrie, vertreten durch die Firma Petri, lud Interessierte dazu ein, Frischkäse selbst herzustellen und zu verkosten. Nebenan bot die Brauerei Einbeck eine Verkostung verschiedener alkoholfreier Getränke an.

Beim Erkunden handwerklicher Berufe konnten die Schülerinnen und Schüler den Einsatz bei der Firma Treppenbau Müller einer CNC-Fräse bei der Herstellung eines Frühstücksbretts ausprobieren oder Schieferbehangplatten selbst bearbeiten.

Auch die ortsansässigen Firmen Egger und Bertram präsentierten spannende Einblicke in die Herstellung von Holzverbundstoffen und moderne Automatisierungstechnik.

Die Berufslotsin Gabi Dudek, die diesen Tag federführend organisierte, zog bei der Nachbesprechung mit den teilnehmenden Betrieben, der Schulleitung sowie den begleitenden Lehrerinnen und Lehrern ein durchweg positives Fazit: Die „Praktische Berufsweltorientierung“ biete eine wertvolle Schnittstelle zwischen potenziellen Auszubildenden und Betrieben. Erste Gespräche über Praktika und Bewerbungen seien bereits am Vormittag geführt worden.

Für Gabi Dudek bedeutete dieser Tag zugleich einen Abschied: Nach vielen Jahren im Dienst der Berufsorientierung an der Oberschule Bevern übergab sie die Verantwortung an ihre Nachfolgerin Alexandra Oerke.

Die Oberschule Bevern bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Firmen für ihr Engagement, ihren Zeitaufwand und ihre Ressourcen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben:

Autohaus Beineke · Bertram Elektronik · O-I Germany · VG Orth · Polizei · Stiebel Eltron · Treppenbau Müller · Egger · Hotel Kiekenstein · Dachdecker Mairose · Otto Künneke · Stiftung Allersheim · Niedersächsische Landesforsten · Ambulante Pflege De Boer · Bundeswehr · Celten Service · Finanzamt Holzminden · Petri · HAWK · Brauerei Einbeck

Herzlich willkommen an der Oberschule Bevern – Feierliche Begrüßung des neuen 5. Jahrgangs

Das neue Schuljahr hat begonnen und für 52 Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen des Landkreises beginnt an der Oberschule Bevern ein neuer Lebensabschnitt.

Um diesen besonderen Moment zu feiern, versammelten sich am Donnerstag, den 14. August 2025, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern in der Kapelle des Schlosses Bevern.

Mit der Frage „Wer von euch ist heute ein bisschen nervös?“ wandte sich Schulleiter Nicolas Knaup direkt an die neuen Fünftklässler. Nach einer herzlichen Begrüßung beruhigte er sie: Es sei völlig normal, aufgeregt zu sein. Auch ihm und vielen Lehrkräften gehe es ähnlich. Ein Schulwechsel bringe immer Aufregung, Spannung und auch ein wenig Unsicherheit mit sich. Doch er machte den Neuen Mut: „Die Schule ist ein Ort, an dem man Fehler machen darf und an dem man wachsen kann.“

Im weiteren Verlauf erläuterte Knaup die Unterschiede zwischen der Grundschule und der Oberschule. Er sprach über neue Unterrichtsfächer und den verstärkten Einsatz digitaler Medien. Außerdem stellte er neben den regulären Lehrkräften auch die Schulsozialarbeiterin sowie die beiden Förderlehrkräfte vor, die den Schülerinnen und Schülern zur Seite stehen werden.

Ein besonderes Augenmerk legte er auf die „Buddys“. Der Begriff „Buddy“, der aus dem Englischen kommt und so viel wie „Kumpel“ oder „Helfer“ bedeutet, beschreibt Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgänge. Sie werden, begleitet von der Schulsozialarbeiterin Frau Lohmann, den jüngeren Jahrgängen helfen, sich zurechtzufinden und sich einzuleben. Bei Sorgen oder Problemen stehen sie den neuen Schülerinnen und Schülern ebenfalls zur Seite.

Zum Abschluss wurden die Neuankömmlinge einzeln auf die Bühne gerufen, wo sie von ihren Klassenlehrerinnen – Frau Ritter, Frau Adolph, Frau Henneke und Frau Trastl – herzlich empfangen wurden.

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto begaben sich die Klassen in ihre Unterrichtsräume, um die ersten Stunden zu beginnen.

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Start ins neue Schuljahr!

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