(Stand: März 2008)

Inhaltsverzeichnis

  1. Leitbild
  2. Pädagogisches Profil
    1. Vereinbarungen zur Zusammenarbeit
  3. Konzepte und Perspektiven für die pädagogische Arbeit
    1. Ganztagsschule
    2. Gewaltprävention und Sicherheitskonzept
    3. Konzept zur Suchtprävention
    4. Förderkonzept
    5. Methodentraining
    6. Medienkompetenz
    7. Schwerpunkt: AWT
    8. Schwerpunkt: Naturwissenschaften
    9. Schule öffnet sich
  4. Maßnahmenkatalog zur Qualitätsentwicklung und Fortbildungskonzept
  5. Fußnoten

1. Leitbild

Unsere Schule stellt sich den Lebensumständen und Sozialisationsbedingungen unserer Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel, Chancengleichheit für jeden Einzelnen zu erreichen und ihm die bestmöglichen Bildungswege zu eröffnen. Deshalb orientieren wir uns an einem Bild von Schule,

  • in der Integration stattfindet
  • in der wir versuchen, Stärken, Neigungen und Fähigkeiten jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers zu fördern
  • in der vielfältiges Lernen auf kognitiver, sozialer, praktischer und emotionaler Ebene gleichermaßen wichtig ist
  • in der mit- und voneinander gelernt wird
  • die für die Schulgemeinschaft ein sicherer Lebens-, Erfahrungs- und Identifikationsraum ist.
  • in der klare und verbindliche Verabredungen und Regeln des Zusammenlebens gelten
  • die sich als Schule im Ort versteht und offen ist nach außen

2. Pädagogisches Profil

2.1 Vereinbarungen zur Zusammenarbeit

Die zwischen Schülern, Lehrern und Eltern getroffene Vereinbarung bildet die Grundlage allen pädagogischen Handelns an der OBS Bevern.

Wir erhoffen uns durch die Formulierung von verbindlichen Zielen für Lehrer, Schüler und Eltern neue Impulse als Grundlage für ein gutes und positives Miteinander. Wir wollen eine Atmosphäre von gegenseitigem Vertrauen und konstruktivem Miteinander schaffen. Das beinhaltet die gegenseitige Unterstützung, die Annahme des anderen, die gegenseitige Toleranz und das Einhalten von gemeinsam erarbeiteten Regeln.

Wir wollen uns eine Schule vorstellen, in der das Lehren und Lernen ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist, weil es dazu führt, dass wir miteinander Schritt für Schritt vorwärts kommen. Wir wollen uns eine Schule vorstellen, in der sich alle wohl fühlen und in der alle einem Ziel nachgehen – Lernen für das Leben.

Grundsätze

Wir wollen,

  1. uns mit Höflichkeit, Offenheit, Toleranz und Akzeptanz begegnen, d.h. wir gehen mit dem anderen so um, wie wir uns wünschen, dass man mit uns umgeht
  2. miteinander lernen und das Lernen als Chance für die Reifung/Bildung unserer eigenen Persönlichkeit ansehen, d.h. wir lernen nicht für andere, für Tests oder Eltern, sondern wir lernen und arbeiten für uns selbst
  3. die Persönlichkeit des anderen achten, fördern und stärken. Wir wollen den anderen nicht fertig machen, ihn nicht hänseln und ihm nicht weh tun
  4. das Eigentum des anderen nicht beschädigen oder zerstören, d.h. wir achten darauf, dass das Schulgelände sauber bleibt, die Wände nicht beschmiert werden, Papier und Müll nicht achtlos weggeworfen werden, Bücher nicht beschädigt werden und die persönlichen Sachen der anderen weder entwendet noch zerstört oder beschädigt werden. Im Gegenteil, wir wollen in unserer Schule eine freundliche Atmosphäre schaffen, in der Unterricht und das Miteinander Spaß machen

Wir Lehrer wollen uns an unserer Schule wohl fühlen und wollen dazu beitragen, dass sich auch die Schüler wohl fühlen und sie eine gute und lehrreiche Zeit an unserer Schule erleben. Um dieses Ziel zu erreichen, sind wir bereit, an Folgendem mitzuarbeiten:

  1. Ich erwarte von meinen Schülern respektvolles, dem Unterricht zuträgliches Verhalten, um auch ihnen mit Respekt und Anerkennung begegnen zu können.
  2. Ich übernehme Verantwortung für meine Schüler, indem ich mich für ihre Belange, Sorgen, Nöte und Probleme interessiere und mich gegebenenfalls aktiv einsetze, um bestehende Probleme zu lösen.
  3. Schüler, die sich auf den Unterricht einlassen, werden von mir fachlich und erzieherisch auf die Zukunft vorbereitet.
  4. Ich bin bereit, meine Entscheidungen, zum Beispiel hinsichtlich Zensuren, zu begründen.
  5. Um ein Miteinander und eine Zusammenarbeit zu ermöglichen, werde ich offen und ehrlich zu Schülern und Eltern sein und erwarte beides auch von deren Seite.

Wir Eltern wünschen uns ein harmonisches Zusammenleben aller am Schulleben Beteiligten. Um dieses Ziel zu erreichen haben wir folgende Grundsätze erarbeitet:

  1. Ich bin mir meiner Verantwortung als Elternteil bewusst, dass die häusliche Erziehung im Sinne der Grundsätze dieser Vereinbarung Voraussetzung für den schulischen Erfolg meines Kindes ist.
  2. Ich fördere die geistige und körperliche Entwicklung meines Kindes, ohne es durch zu hohe Erwartungen oder falschen Ehrgeiz zu überfordern.
  3. Ich möchte vertrauensvoller Partner meines Kindes sein, seine Bedürfnisse ernst nehmen und für seine Rechte eintreten.
  4. Ich verpflichte mich das Miteinander von Schülern und Lehrern zu fördern, indem ich mein Kind auf seine Pflichten gegenüber Lehrern und Mitschülern hinweise.
  5. Ich bin bereit, pädagogische Maßnahmen der Lehrer zu unterstützen und erwarte einen kritischen Dialog darüber.Ich wünsche mir ein lebendiges Schulleben und werde dieses im Rahmen meiner Möglichkeiten aktiv fördern.

Wir Schüler wollen uns auf unserer Schule wohl fühlen und wir wollen dazu beitragen, dass auch die anderen Schüler sich in der OBS Bevern wohl fühlen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind wir bereit an folgendem aktiv mitzuarbeiten:

  1. Ich werde meine Mitschüler so behandeln, wie ich auch behandelt werden möchte. Meine Mitschüler brauchen vor mir keine Angst zu haben. Ich werde selbst darauf achten, dass an meiner Schule keine Gewalt entsteht und werde mich aktiv gegen Mitschüler stellen, die Gewalt ausüben und damit andere verletzen.
  2. Ich werde selbst keine Drogen nehmen, verbreiten oder andere animieren Drogen zu nehmen, stattdessen will ich darauf achten, dass meine Schule drogenfrei bleibt.
  3. Ich will meine Mitschüler nicht hänseln oder verletzende Sprüche über sie machen und ich möchte, dass meine Mitschüler mich auch nicht mit albernen Sprüchen verletzen oder mich wegen meines Aussehens, meiner Herkunft, meiner Sprache oder meiner Art hänseln.
  4. Ich will mit meinen Mitschülern und meinen Lehrern freundlich und respektvoll umgehen und erwarte, dass auch diese freundlich und respektvoll mit mir umgehen. Zum freundlichen Umgang gehört, dass ich höflich bin, niemanden anpöble und mich während des Unterrichts so verhalte, dass ich andere nicht störe oder meine Mitschüler daran hindere, am Unterricht aktiv teilzunehmen.
  5. Ich weiß, dass aktive Mitarbeit im Unterricht und gute Leistungen meine späteren beruflichen Perspektiven verbessern und erwarte von den Lehrern, dass sie mich dabei unterstützen.
  6. Ich bin ehrlich zu meinen Mitschülern und meinen Lehrern und erwarte, dass auch diese ehrlich zu mir sind.

Diese erarbeiteten Vereinbarungen sowie die Hilfen zur Zusammenarbeit (Schulordnung) sollen in einem neuen Projekt überarbeitet werden (s. Kap. 4)


3. Konzepte und Perspektiven für die pädagogische Arbeit

3.1 Ganztagsschule

Allgemeine Organisation

  • Das Ganztagsangebot der OBS Bevern kann seit dem Schuljahr 2005/06 von allen Schülerinnen und Schülern der Oberschulklassen genutzt werden.
  • Das Ganztagsangebot ist am Montag, Dienstag und Donnerstag für alle Klassen der OBS nutzbar.
  • An einem der drei Tage gibt es einen verpflichtenden Unterricht, an den verbleibenden zwei anderen Tagen ist das Angebot auf freiwilliger Basis zu nutzen.
  • Eine Betreuung bzw. auch der verpflichtende Unterricht endet um 15.20 Uhr, nach 7 ½ Zeitstunden, so wie es der Erlass zur Arbeit an Ganztagsschulen vorsieht.
  • Die Mittagspause findet im Zeitraum von 13.05 Uhr bis 13.50 Uhr statt. „Der Verein für Sozialpädagogik“, der bereits die Versorgungssituation an anderen GTS übernommen hat, bietet ein Mittagessen zum Preis von 1,00 € an. Die Aufsicht während der Mahlzeit wird von Lehrkräften und Hilfskräften übernommen.

Organisation des Nachmittagsangebotes

Das Ganztagsangebot schafft die Möglichkeit, das bisherige Angebot der Oberschule (Projekte, Fördermaßnahmen und Sport) der Nachfrage entsprechend zu erweitern und in stärkerem Maße zu vernetzen.

  • Allgemeine Betreuungs- und Beschäftigungsangebote:
    Verstärkte pädagogische Betreuung (Stichwörter: Werteerziehung, Förderung von Klassengemeinschaft und sozialer Kompetenz etc.) im Rahmen einer Klassenlehrerstunde für die Klassen 5 und 6. Hierfür können teilweise die künftigen „Poolstunden“ genutzt werden.
  • Hausaufgabenbetreuung durch
    • Lehrkräfte
    • ältere Mitschüler (Klasse 10 für die Klassenstufen 5 und 6 – eine entsprechende honorierende Bemerkungen im Zeugnis sollte erscheinen bzw. die Ausstellung einer Art „Diplom“ für ehrenamtliche, gemeinnützige Tätigkeit wird ausgestellt)[1]
    • qualifizierte Eltern (ehrenamtlich) – Ausbau der Elternarbeit an der Schule
    • studentische Hilfskräfte (im Rahmen des Projektes RDL gibt es eine Kooperation mit der ansässigen Fachhochschule)
  • Förder- und Fordermaßnahmen gemäß des Förder- und Forderkonzeptes (s. Kap. M)
  • Soziale Projekte, z.B.
    • Streitschlichterausbildung
    • Sportangebote
    • Integration von Aussiedlern
    • Ausbau der Kooperation mit dem örtlichen Jugendraum
  • Musische Projekte[2], wie z.B.
    • Schulband
    • Chor
    • Instrumentalunterricht (Kooperation mit einer Musikschule)
    • Theatergruppe
  • Verpflichtendes Angebot
    • Wahlpflichtkurse für die Klassenstufen 7 und 8 an einem Nachmittag
    • Sportunterricht für die Klassenstufen 9 und 10 an je einem Nachmittag
    • Pflichtunterricht für die Klassenstufen 5 und 6 an je einem Nachmittag

Ziele des Ganztagsschulbetriebs

  • Den Vormittag „entzerren“. Den Pflichtstundenteil unter den Aspekten des Biorhythmus und Leistungsfähigkeit verteilen.
  • Möglichkeiten schaffen, Lehrer-Eltern-Schüler-Gespräche in Ruhe führen zu können.
  • Öffnung der Schule für Eltern, Institutionen und Vereine
  • Einbeziehung der Eltern in das Schulleben.
  • Lernprozesse außerhalb der Schule initiieren und nutzen (Erkundungen, z.B. im Fachbereich AWT [Betriebsbesichtigungen, Bewerbertraining usw.], GSW [Besuch von Gerichtsverhandlungen, Beratungsstellen usw.]), etc.
  • Individuelle Fördermöglichkeiten ausbauen

Schritte zur Umsetzung:

  1. Jeweils Evaluation gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Ganztagsschule“ in der Mitte des 2. Halbjahres – Anpassung der Gegebenheiten an die Ergebnisse der Auswertung.
  2. Beratung und Beschluss der Ergebnisse der Arbeitsgruppe in Dienstbesprechung und Gesamtkonferenz.

3.2 Gewaltprävention und Sicherheitskonzept

Wir definieren Gewalttätigkeit oder Mobben wie folgt:

Alle am Schulleben beteiligten Personen erleben Gewalt oder werden gemobbt, wenn sie Ausgrenzungen oder offenen Angriffen durch Worte, Gesten, Grimassen so wie Tätlichkeiten ausgesetzt sind. Zur Gewalt zählen wir ebenfalls die mutwillige Zerstörung fremden Eigentums.[3]

Als Prävention sind zunächst folgende Maßnahmen geplant:

  • Streitschlichterausbildung und Einsatz in der Schule
  • Unterrichtseinheit (JG 5-10) zum Thema „gewaltfreies und freundliches Zusammenleben“
  • Klassenpatenschaften

Die Umgebungsgestaltung umfasst folgende Aspekte:

  • Gestaltung der Klassenräume
  • Gestaltung der Aula
  • Gestaltung des Schulhofes (evtl. Sitzecken und Sportmöglichkeiten)
  • Malerarbeiten

Schritte zur weiteren Gestaltung des Grundkonzeptes:

  1. Kontaktaufnahme mit der Polizei
  2. Weitere Zusammenarbeit mit der Dr.-Jasper-Realschule Holzminden
  3. Weitere Präventionsmaßnahmen etablieren
  4. Regelmäßige Informationen an die Gesamtkonferenz

3.3 Konzept zur Suchtprävention

Die Suchtprävention erfolgt vorwiegend im Biologieunterricht der 6. und 8. Klasse sowie in speziellen Wahlpflichtkursen (vgl. Stoffverteilungsplan Biologie). Die entsprechenden Unterrichtseinheiten werden zurzeit durch die Fachlehrer zusammengestellt und erprobt. Darüber hinaus existiert ein Maßnahmenkatalog, der angewendet wird, wenn Schüler beim Rauchen erwischt werden.

3.4 Förderkonzept

In den Klassen 5 bis 8 soll ein systematischer Förderunterricht stattfinden:

An der Oberschule wird in den Klassen 5 bis 7 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik gefördert, in den Klassen 7 und 8 wird zusätzlich zum Mathematik-Förderunterricht ein Forderunterricht eingerichtet.

Schritte zur Umsetzung:

  1. Abstimmung mit den zuständigen Fachkonferenzen bis Sommer 2006
  2. Festlegung der Inhalte und Überarbeitung der Stoffverteilunsgpläne
  3. Abstimmung der jeweils zuständigen Fachlehrer

3.5 Methodentraining

Unter Methoden werden hier laut Klippert „Lern-, Arbeits-, Gesprächs- und Kooperationstechniken“[6] verstanden, mit deren Hilfe die Schüler zu mehr Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit befähigt werden, die unabdingbare Voraussetzung für eigenverantwortliches Lernen in Schule und Beruf, aber auch für Mündigkeit sind.

Das Erlernen der Methoden haben wir auf alle Schuljahre verteilt. Sie sollen sowohl durch den Klassenlehrer als auch im Fachunterricht vermittelt werden.

Nach Beendigung dieses Methodentrainings verlassen die Schüler unsere Schule nicht nur mit dem Wissen über Dinge, Zusammenhänge etc., sondern auch mit einer Handlungskompetenz, die es ihnen ermöglicht dieses Wissen zu erweitern und zu verändern.

Übersicht zum Methodentraining
  Jahrgang 5/6 Jahrgang 7/8 Jahrgang 9/10
Arbeitsplatz,
Arbeitsmaterial etc.
  • nötige Arbeitsmaterialien
  • Anlegen einer Mappe
    (Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Versuchsbeschreibungen, ...)
  • Wiederholung
 
Lerntechniken
  • Arbeitsorganisation
  • Lerntypen feststellen
  • Hausaufgaben
  • Vorbereitung auf Klassenarbeiten
  • Arbeitsorganisation
  • Wiederholung der Lerntechniken und Übung
  • selbständige Anwendung der erlernten Techniken
Referate
  • auf Nachfrage/Vorgabe antworten
  • Sprechtechnik, Rhetorik
  • weitgehend freier Vortrag
  • Notizen machen
  • freier (umfangreicher) Vortrag nach Notizen
Präsentation
  • Collagen
  • Plakate
  • Folien
  • Mind-Map
  • schriftliche Ausarbeitung
  • selbstständige, ausführliche schriftliche Ausarbeitung (Hausarbeit)
  • Einsatz moderner Medien
Informationsbeschaffung
  • Material wird vorgegeben
  • Umgang mit Nachschlagewerken
  • Lesetechniken
  • Markieren
  • Texte erschließen
  • Hilfestellung bei der Informationsbeschaffung
  • Internetrecherche
  • Lesetechniken
  • selbstständige Materialbeschaffung
Argumentieren
  • Klassenregeln
  • Diskussionsregeln
 
Sozialformen
  • eigenständiges Lernen
  • Partnerarbeit
  • Gruppenarbeit
  • Projektarbeit
  • Patenschaften für 5/6

Schritte zur Umsetzung:

  1. Weitere Ausführungen werden zurzeit von einer Arbeitsgruppe erarbeitet.

3.6 Medienkompetenz

Ab Klasse 7 wird der Umgang mit Computern systematisiert, indem gängige Anwenderprogramme (Word, Excel, Power Point) und die Nutzung des Internets zur Informationsbeschaffung erlernt werden. Dafür wird abweichend von der Stundetafel das Fach Informatik in den Klassenstufen 7 und 8 als verbindliches, benotetes Fach eingerichtet.

Schritte zur Umsetzung:

  1. Festlegung der Inhalte durch Fachlehrer (Stoffverteilungsplan für das Informatik bzw. die WPK-Angebote in 9 und 10)
  2. Umsetzung der noch gültigen RRL ab Klasse 9 (WPK) überdenken (Programmierung etc.)

3.7 Schwerpunkt: AWT

Besonders für Schüler der Hauptschule ist eine frühzeitige Berufsorientierung notwendig. Aber auch im Bereich der Realschule darf der Blick der Schule nicht auf sich selbst beschränkt werden. Daher setzt die Haupt- und Realschule Bevern einen besonderen Schwerpunkt im Bereich AWT. Dieser Schwerpunkt wird deutlich durch verschiedene Betriebspraktika:

  • in der 8. Kl. der Hauptschule: Betriebstage einmal wöchentlich im 2. Halbjahr,
  • in der 9. Kl. der Haupt- und der Realschule: Betriebspraktikum über drei Wochen,
  • in der 10.Kl. der Realschule: Projekttage zur Berufsorientierung.

Zusätzlich sollen folgende Inhalte verstärkt berücksichtigt werden:

  • Betriebsbesichtigungen
  • Info-Veranstaltungen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit
  • Unterrichtsverbund BBS-HRS
  • regelmäßige Beratung in der Schule durch die Fachberaterin der Bundesagentur für Arbeit
  • Einsatz des Internets im AW-Unterricht (Informationsbeschaffung, Jobsuche, ...)
  • Information durch Fachleute besonders in Klasse (Bank, Versicherung, Krankenkasse, ...)
  • Bewerbungstraining (schriftl. Bewerbung, Gespräche, Auswahltests, ...) in Kooperation mit externen Partnern, speziell der BARMER Ersatzkasse sowie der AOK
  • evtl. zusätzliche Ferienpraktika mit Betreuung in den Ferien

Schritte zur Umsetzung:

  1. genauere Planung in der Fachgruppe AW
  2. regelmäßige Evaluation durch die Fachkonferenz AW

3.8 Schwerpunkt: Natuwissenschaften

Als weiteren möglichen Schwerpunkt der Arbeit an der HRS Bevern können die Naturwissenschaften gesetzt werden. Dieser soll vor allem durch vermehrten Unterricht sowie zahlreiche Wahlpflichtkurse und AG-Angebote in diesem Bereich umgesetzt werden. Die genauen Inhalte müssen noch festgelegt werden.

3.9 Schule öffnet sich

Lernen findet nicht nur in der Schule statt, das gesamte Lebensumfeld bietet Lernanreize. Um diese zu nutzen, sollen in den Unterricht auch außerschulische Lernorte mit einbezogen werden. Dies ist vor allem im Rahmen von Klassenfahrten und Ausflüge möglich:

Zu Beginn der Klasse 5 finden Einführungstage in der näheren Umgebung der Schule statt (z.B. in Silberborn), um das Kennenlernen und Zusammenwachsen der neuen Klassen zu erleichtern.

Für alle Klassen ist vorgesehen, dass im Zweijahresrhythmus Klassenfahrten stattfinden: in den Klassen 5 und 6 im Raum Niedersachsen, in den Klassen 7 und 8 innerhalb Deutschlands und in den Klassen 9 und 10 können nationale und internationale Großstädte das Ziel sein. Zusätzlich dazu sollen Tagesfahrten stattfinden.

Jährlich stattfindende Projekttage dienen der fächerübergreifenden und umfassenden Auseinandersetzung mit verschiedenen Gebieten, die so nicht in den Inhalten des Unterrichts vorgesehen sind.

Auch der umfassende Bereich der Mobilität spielt eine wesentliche Rolle bei der Aneignung der Umwelt durch die Schüler. Dieser soll zunächst durch Waldjugendspiele, Sportfeste, Sicherheitstrainings (z.B. vom ADAC) etc. den Schülern nahe gebracht werden.

Schritte zur Umsetzung:

  1. Ideensammlung in den Fachkonferenzen
  2. konkrete Zeitplanung

4. Maßnahmenkatalog zur Qualitätsentwicklung und Fortbildungskonzept

Aufgrund der durchgeführten SEIS-Befragung offen gelegten Stärken und Schwächen der OBS Bevern haben wir uns entschlossen, die Qualitätsentwicklung an unserer Schule durch folgende Projekte voranzutreiben:

Strukturplan des Projektes[7]

  1. Bedarfsanalyse:
    1. Konzept erstellen: Die Projektgruppe (PG) entwickelt ein Konzept zur Befragung des Kollegiums und ihrer Auswertung hinsichtlich des persönlichen und des schulischen Bedarfs für die Unterrichtsentwicklung (6 Wochen).
    2. Durchführung der Befragung (1 Woche).
    3. Auswertung: Die PG wertet die Befragung „statistisch“ aus, gewichtet evtl. die Ergebnisse und bildet Cluster (2 Wochen).
  2. Fortbildungskonzept:
    1. Erarbeitung: Die PG erarbeitet einen Teilentwurf (bzgl. Unterrichtsentwicklung) und setzt Schwerpunkte (4 Wochen).
    2. Präsentation der Auswertung und des Konzeptes (1 Woche)
    3. Organisation der Präsentation (parallel zu b)
    4. Rangfolge: Die Gesamtkonferenz entscheidet über eine Rangfolge der Fortbildungsthemen und grenzt so den Inhalt der ersten Fortbildung ein (
  3. SchiLF:
    1. Planung: Die PG plant eine erste Fortbildung a) durch Festlegung eines Themas, b) inhaltlich/organisatorisch
    2. Durchführung: Die PG führt eine erste Fortbildung durch: a) Organisation, b) Inhalt, c) Evaluation.
  4. Evaluation des Projektes:
    1. Das Ergebnis des Projektes muss mit der Bedarfsanalyse abgeglichen werden, so dass sein Erfolg abgeschätzt werden kann.

Projekt II: Disziplin

Ziel: Überarbeitung der Schulvereinbarung sowie der „Hilfen zum Zusammenleben“ und Entwicklung eines angepassten Maßnahmenkataloges bis zur GK Jan. 07.

Strukturplan des Projektes

  1. Sichtung:
    1. Sammeln vorhandener Regeln und Maßnahmen (2 Wochen).
    2. Abgleich zwischen Soll- und Ist-Zustand, Feststellen von Defiziten (8 Wochen).
  2. Regelwerk:
    1. Erarbeitung eines Entwurfs (8 Wochen)
    2. Präsentation in SER, DB, SV Überarbeitung und Vorbereitung einer beschlussfähigen Fassung (8 Wochen).
    3. GK-Beschluss

Die „Begleitung“ der Projekte übernimmt die Steuergruppe.


Fußnoten

[1] Die Hausaufgabenbetreuung findet zurzeit hauptsächlich durch Lehrkräfte statt; die Einbeziehung der anderen Gruppen ist noch nicht in Kraft getreten, wird aber in der langfristigen Planung berücksichtigt.

[2] Die Projekte variieren je Halbjahr durch verschiedene Angebote.

[3] aus: D. Olweus (1986,1991): Gewalt in der Schule. S.22

[4] Die Einrichtung des Förderunterrichts richtet sich nach der Schülerzahl in der jeweiligen Klasse – bei geringer Klassengröße soll der Fachunterricht durch Differenzierung die Fördermaßnahmen ersetzen

[5] s.o.

[6] Klippert, Heinz (1994): Methoden-Training, Übungsbausteine für den Unterricht, Weinheim, S. 15.

[7] Die einzelnen Punkte des Strukturplans bauen aufeinander auf, müssen daher nacheinander bearbeitet werden.